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CO2 Emissionen in Deutschland im Jahr 2011 erneut gesunken

CO2 Emissionen in Deutschland im Jahr 2011 erneut gesunken

20. November 2012

Eigentlich hätte das Jahr 2011 aus Sicht des Klimaschutzes katastrophal enden müssen. Doch es kam anders, zumindest in Deutschland. Obwohl die Auftragsbücher voll waren und die Wirtschaft brummte, konnten die CO2 Emissionen in Deutschland im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um rund 1% reduziert werden (Quelle: Umweltbundesamt).

Sind 1% weniger CO2 Emissionen nicht sehr wenig?

Diese Frage könnte man sicherlich mit ja beantworten, doch dürfen wir nicht vergessen dass seit 2011, durch die Geschehnisse in Fukushima, der beschleunigte Atomausstieg beschlossen wurde. Damals wurde befürchtet, dass diese Energielücke nur durch den verstärkten Einsatz von Kohlekraftwerke geschlossen werden kann und sich dies wiederum negativ auf die CO2 Emissionen auswirken würde.

Weltweite CO2 Emissionen

Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) sind hingegen die weltweiten CO2 Emissionen auf ein neues Rekordhoch von ca. 31,6 Gigatonnen gestiegen, was einen Anstieg von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die zusätzlichen CO2 Emissionen Chinas (ca. 720 Millionen Tonnen) sind dabei fast so hoch wie der gesamte (!) Ausstoß Deutschlands. Die meisten CO2 Emissionen gehen dabei auf das Konto der Kohleverbrennung zur Energiegewinnung (45%).
Die US-Wahl ist zwar schon vorbei, aber da fragt man sich doch wirklich was sich Herr Romney dabei denkt, wenn er sagt, er will die Kohleförderung massiv ausbauen. Dadurch würde selbstverständlich auch der Verbrauch und damit ebenso die CO2 Emissionen wieder ansteigen.

Weniger CO2 Emissionen vs. Wirtschaftswachstum?

Die Vorstellung, dass Klimaschutz nicht mit wirtschaftlichem Wachstum vereinbar ist, sollte doch längst überholt sein. Das beste Bespiel ist Deutschland: 2004 waren 3,8% aller Beschäftigten im Umweltschutzbereich tätig, 2009 waren es schon 4,5%. Im gleichen Jahr stellte das Bundesumweltministerium eine Prognose vor, wonach die Umweltbranche bis 2020 ihren Anteil am Bruttoinlandsprodukt auf 14% steigert und damit die „wichtigste deutsche Leitindustrie“ sein wird.