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Mitfahrzentrale: Eine Win-Win-Situation

Mitfahrzentrale: Eine Win-Win-Situation

18. Oktober 2013

Jeden Tag pendeln in Deutschland viele Millionen von Berufstätigen zu Ihrer Arbeitsstelle. Die Meisten nutzen ihr Automobil, schließlich ist es die praktischste und angenehmste Variante. Man hat seine Ruhe und muss sich den Raum nicht mit fremden Menschen teilen. Vermutlich sitzen aus diesem Grund nur in etwa jedem fünfzehnten Auto mehr als eine Person. Der Pendelverkehr beträgt zwar nur rund zwanzig Prozent des Verkehrsaufkommens und  macht somit  lediglich einen geringen Teil des täglichen gesamten Verkehrsaufkommens, dennoch sorgt er, durch Staubildung oder stockendem Verkehr, regelmäßig für Spitzenwerte der Abgas- und Lärmemissionen.

Die Problematik des Pendelns

Die Problematik lässt sich jedoch nur ausschließlich auf den Pendlerverkehr anwenden. Solange ein Auto nur eine Person befördert ist es in der Regel niemals nachhaltig, in den meisten Fällen trennen es sogar Welten von dem Begriff der Nachhaltigkeit. Man sollte sich vor Augen führen, dass beispielsweise besonders leistungsstarke Fahrzeuge mit einer Menge Pferdestärken für eine Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern einen Energieaufwand benötigen, mit dem man alternativ  bis zu neun Haushalte über denselben Zeitraum mit Strom  versorgen könnte. Die zwangläufig anfallende Abwärme könnte dabei rund sechs 120 m² Wohnungen im Niedrigenergiestandard ein ganzes Jahr beheizen. Doch was geschieht oft mit dieser Energie? Sie befördert einen einzigen Menschen von A nach B. Ein abnorm hohes Maß an Verschwendung, erschwerend hinzukommen Emissionen von anthropogenen Treibhausgasen, Feinstaub und Lärm. Es könnten eine Menge Energie und Emissionen „eingespart“ werden, wenn eine angemessene Personenzahl jedes Fahrzeug besetzen würde. Die Energie- und Rohstoffbilanz des Fahrzeugs würde sich deutlich verbessern und die pro Kopf Emissionen wären auch schon auf einem viel annehmbareren Wert. Es empfiehlt sich also, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Wie findet man eine Mitfahrgelegenheit?

Findet man unter Freunden und Verwandten oder auf dem Schwarzen Brett am Arbeitsplatz oder in der Uni keine Mitfahrgelegenheit, kann man heutzutage einfach Internetportale nutzen; sogenannte Mitfahrzentralen. Es besteht die Möglichkeit, sich einer Fahrgemeinschaft anzuschließen oder selbst eine zu gründen. Einfach Startpunkt, Ziel und Zeit angeben. Ein unserer Meinung nach besonders gutes Beispiel für eine derartige Mitfahrzentrale ist das Portal www.mitfahren.de, nun auch zu erreichen unter www.mitfahrgelegenheit.de. Der einprägsame Name soll die Reichweite der technisch sehr ausgereiften Plattform drive2day erhöhen, die Datenbanken sind aneinander gekoppelt, d.h. wenn Ihr etwas auf drive2day inseriert wird es auch auf mitfahrgelegenheit.de sichtbar. Seit einiger Zeit besteht das Angebot ebenfalls für Bahnfahrten.

Umwelt-Butler Fazit:

Das Bilden von Fahrgemeinschaften hat quasi keinen wirklichen Nachteil. Es werden Energie und Emissionen eingespart, der Fahrer spart Geld, da er ohnehin gefahren wäre. Und die Mitfahrer kommen günstig von A nach B. Es handelt sich also um eine Win-Win-Win-Situation. Darüber hinaus lernt man neue Leute kennen und hat, meist, eine angenehme Gesellschaft während der Fahrt. Wenn es einem irgendwie möglich ist, sollte man immer Fahrgemeinschaften bilden.