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Die Umwelt schonen und Steuern sparen

Die Umwelt schonen und Steuern sparen

9. April 2013

Immer noch sind viele Menschen der Meinung, dass für die Umwelt genug getan wird, oder noch schlimmer, sie denken, wenn sich andere um die Umwelt kümmern, dann reicht das vollkommen aus. Leider ist das ein Irrtum, denn jeder kann und sollte etwas für die Umwelt tun. Wer sich zum Beispiel gegen eine Heizung mit fossilen Brennstoffen entscheidet, der investiert in eine saubere und gesunde Umwelt und kann dabei auch noch Steuern sparen.

Die Sonne hilft beim Steuern sparen

Kein Haushalt kommt ohne warmes Wasser aus, sei es zum Duschen und Baden oder zum Putzen und Händewaschen. Bei einer Ölheizung wird Erdöl verbrannt, um Wasser zu erhitzen, aber es geht auch umweltfreundlicher, und zwar mithilfe der Sonne. Solarthermie heißt die Möglichkeit, warmes Wasser durch die Kraft der Sonne zu erzeugen. Solarthermie wird in Deutschland immer beliebter, denn auf diese Weise wird nicht nur Geld gespart, eine Solarthermieanlage ist auch steuerlich absetzbar. Viele Menschen interessieren sich für eine solarthermische Anlage, aber die wenigsten wissen auch, dass sie diese Anschaffung von der Steuer absetzen können. Möglich wird das durch das EEG, das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Der Gesetzgeber, in diesem Fall das Bundesumweltministerium, gibt den Besitzern einer Solarthermieanlage die Möglichkeit, die Kosten für diese umweltfreundliche Anlage für die Dauer von zehn Jahren steuerlich abzusetzen.

Wie genau dieser Steuervorteil funktioniert und welche Art der Abschreibung infrage kommt, das kann man bei einer Steuerberatung erfahren. Der Steuerberater kann in diesem Fall auch zu einer Art Einkaufsberater für eine solarthermische Anlage werden. Wer steuerliche Vorteile aus dem Kauf einer Solaranlage nutzen will, der ist immer gut beraten, sich beraten zu lassen, denn der Steuerberater weiß, welche der beiden Möglichkeiten der Abschreibung infrage kommt.

Welche Abschreibung kommt infrage?

Bei der Solarthermik gibt es zwei Möglichkeiten, um die Anschaffung steuerlich geltend zu machen: zum einen die lineare Abschreibung und zum anderen die degressive Abschreibung. Welche Abschreibung infrage kommt, hängt immer von den Anschaffungskosten für die Anlage ab. Rät der Steuerberater zu einer linearen Abschreibung, dann können 5% der Kosten für die Anschaffung jedes Jahr für die Dauer von zehn Jahren geltend gemacht werden. Fällt die Entscheidung zugunsten der degressiven Abschreibung, dann sind es sogar 12,5%, aber nur für den sogenannten Restbuchwert. Das heißt, dass im ersten Jahr 12,5% des kompletten Anschaffungspreises von der Steuer abgesetzt werden. Im zweiten Jahr sind es ebenfalls 12,5% des Wertes, der nach dem Abzug des vorigen Jahres noch übrig bleibt. Wenn die Summe auf nur noch 5% der Anschaffungskosten gesunken ist, dann bleiben diese 5% aber so lange, bis das Ende der Abschreibungszeit erreicht wird. Wer sich für die degressive Abschreibung entscheidet, dann aber doch lieber zur linearen Variante wechseln möchte, der kann das ohne Probleme tun. Im umgekehrten Fall funktioniert das aber leider nicht.

Fazit

Etwas für eine gesunde Umwelt tun und dabei auch noch Geld sparen – mit umweltfreundlicher Energie wie einer Solarthermikanlage wird das möglich. Alle, die sich für diese Form der regenerativen Energie entscheiden, sollten auf jeden Fall vorher mit einem erfahrenen Steuerberater sprechen.