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Energetische Sanierung und Wärmedämmung von Altbauten

Energetische Sanierung und Wärmedämmung von Altbauten

Altbau

Viele Altbauten sind wahre Schmuckstücke und das erklärt, warum so viele, die sich ein Haus kaufen möchten, einen Altbau wählen. Aber alte Häuser haben auch ihre Tücken, denn kaum ein Käufer macht sich darüber Gedanken, wie es um die Wärmedämmung steht und was beachtet werden muss, wenn das Haus saniert wird.

Die sogenannte Energiesparverordnung für Bestandsgebäude betrifft alle Häuser, die vor dem 1. Februar 2002 gekauft oder geerbt wurden. Wenn eine Sanierung und Wärmedämmung nötig ist, dann profitieren die Hausbesitzer von vielen Vorteilen.

Vorteile einer Sanierung und Wärmedämmung

Die Besitzer von Altbauten können gleich in mehrfacher Hinsicht profitieren. So spart ein saniertes und gut gedämmtes Haus viel Geld, denn die Wärme bleibt in den Räumen. Auch die Umwelt wird durch eine energetische Sanierung geschützt, zudem kann sich der Hausbesitzer auch noch über steuerliche Vorteile freuen.

Die Kosten für die Sanierung können vom ersten bis zum achten Jahr mit bis zu 9%, und vom neunten bis zum zwölften Jahr mit 7% steuerlich geltend gemacht werden, zudem werden die Energiekosten dauerhaft gesenkt, denn eine neue Wärmedämmung spart immer Kosten bei der Heizung ein.

Wie viel kostet eine Altbausanierung?

Wie teuer die energetische Sanierung durch die Wärmedämmung eines Hauses wird, das hängt vor allem vom baulichen Zustand des Hauses ab. Der Verband der privaten Bauherren (VPB) hat Richtwerte ermittelt, die es einfacher machen, die Kosten für die Sanierung besser ausrechnen zu können.

finanzielle Frage
photographed by Ryan McGuire

So müssen alle, die einen Altbau aus den 1950er und 1960er Jahren kaufen, von einer Summe ausgehen, die rund 40% des Hauspreises ausmacht, wurde das Haus vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut, dann ist es die Hälfte des Kaufpreises, der für die Sanierung veranschlagt werden muss.

Bei jüngeren Häusern aus den 1980er und 1990er Jahren liegen die Kosten bei 20% des Kaufpreises und der größte Teil der Kosten muss für die Wärmedämmung eingesetzt werden. Als Grundregel gilt: Je älter das Haus, umso teurer werden die energetische Sanierung und die Wärmedämmung.

Gibt es eine finanzielle Förderung für die Sanierung von Altbauten?

Der Staat lässt die Besitzer von Altbauten nicht im Stich, denn es gibt Möglichkeiten für die finanzielle Förderung. Wenn ein Haus gekauft wird, das vor 1995 erbaut wurde, dann gibt es von der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Zuschüsse und auch günstige Förderkredite. Um in den Genuss der Kredite und Fördermittel zu kommen, muss das Haus aber die Bedingungen eines KfW-Effizienzhauses erfüllen.

Alle Hausbesitzer, die sich für erneuerbare Energien entscheiden, können Fördermittel und Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bekommen, denn das Amt vergibt Gelder für Solaranlagen oder auch für effiziente Wärmepumpen. Wer selbst in seinem Haus wohnt und es nicht vermietet, kann die Arbeitskosten für die Handwerkerleistungen mit 20% im Jahr bei der Steuer geltend machen, maximal sind das pro Haushalt rund 1200 Euro.

Fazit

Eine energetische Sanierung und Wärmedämmung lohnt sich auf jeden Fall, denn auf diese Weise wird zum einen die Umwelt geschont, zum anderen spart der Hausbesitzer viel Geld und kann außerdem Fördergelder, günstige Kredite und steuerliche Vorteile nutzen.