Energieeffizienz

EU-Energielabel helfen durch den Verbrauchs-Dschungel

Seit 2011 herrscht eine neue Kennzeichnungspflicht für EU-Energielabel für die unterschiedlichen Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Klimageräte.

Durch die neuen EU-Energieverbrauchsetiketten soll der Verbraucher einen exakten Überblick erhalten, wie viel Energie ein Gerät frisst. Das hilft beim Energie Sparen und schont zugleich die Umwelt.

Zudem führt die Aufschlüsselung des Energieverbrauchs auf Haushaltsgeräten dazu, dass Hersteller an Richtlinien gebunden sind, die ihre Produkte umweltschonender machen. Denn wer ein Haushaltsgerät mit einer besseren Energieeffizienz auf den Markt bringt, kommt beim Kunden besser an. So konnte zum Beispiel aufgrund der Kennzeichnungspflicht, die 1998 eingeführt wurde, der Durchschnitts-Energieverbrauch von Haushaltsgeräten zwischen 2005 und 2011 um etwa 9 Prozent gesenkt werden.

Neue Einteilung der Haushaltsgeräte sorgt für bessere Vergleiche

Für die verschiedenen Bereiche, in die man Haushaltsgeräte einteilen kann, gibt es unterschiedliche Etiketten. Die Haushaltegeräte wurden wie folgt aufgeteilt: Warmwasseraufbereiter- und speicher, Klimageräte wie Ventilatoren, Waschmaschinen und -trockner, Kühl- und Gefriergeräte, Backöfen, Geschirrspüler, Lampen und Leuchten, Fernseher und Staubsauger. Die Aufteilung in Geräte einer Klasse erleichtert das Vergleichen des Energieverbrauchs für den Konsumenten, der sich ein neues Gerät kaufen möchte.

Neue Energieeffizienzklassen für Haushaltsgeräte

Die neuen EU-Energielabel teilen die verschiedenen Haushaltshilfen in Energieeffizienzklassen ein. Über diese Klassen kann der Konsument sehr einfach und schnell sehen, wie energieeffizient das Haushaltsgerät ist. Bei dem neuen EU-Energieeffizienzlabel für Waschmaschinen wird nun der Jahresverbrauch mit durchschnittlichen 220 Waschgängen als Bemessungsgrundlage genutzt. Vor 2011 gab das Label den Verbrauch von Energie pro Waschgang bei 60°C an.

Der Verbraucher wird nun bei Waschmaschinen die Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++ vorfinden. Darunter liegen die Klassen A, B, C und D, die jedoch für einen Haushalt nicht in Betracht kommen sollten. Denn ein Modell der Klasse A++ spart etwa ein Viertel Strom im Vergleich zu einem Modell der Klasse A. Bei A+++ ist es sogar ein Drittel Stromersparnis.

Neues Energielabel für Staubsauger

Seit September 2014 gilt auch ein neues Energielabel für Staubsauger. Seit dem Datum finden Käufer auf jedem Staubsauger im Handel ein neues Energieeffizienzetikett, was den Vergleich der Modelle in Bezug auf den Energieverbrauch vereinfacht. Bei Staubsaugern gibt es nun seit 2014 die Klassen A bis G.

Die Grundlage für die Berechnung des Strombedarfs des Staubsaugers pro Jahr liegt bei 50 Reinigungsvorgängen á 60 Minuten und 87 m² Grundfläche.

Der Produktvergleich wird einfacher

Der Verbraucher kann auf einem Blick die unterschiedlichen Modelle miteinander vergleichen und so selber entscheiden, wie viel Energie und Geld er sparen möchte. Des Weiteren erhält der Käufer exakte Angaben in Bezug auf die Merkmale des Produktes. Wenn er die Kosten für eine Kilowattstunde in seinem Haushalt kennt, kann er ganz einfach die Stromkosten für die Nutzung eines Elektrogerätes errechnen und so schon im Geschäft ermitteln, wie viel Geld er im Jahr an Stromkosten sparen kann.

Im Vergleich zu den Waschmaschinen gibt es bei Staubsaugern die Unterteilung der Klassen zwischen A und G. Wobei A die beste und G die schlechteste Energieeffizienzklasse ist. In der Praxis bedeutet das, dass ein Modell der Klasse A um die Hälfte weniger an Strom verbraucht als ein Gerät der Klasse F.

Bis 2017 sollten für Staubsauger auch die Klassen A+, A++ und A+++ eingeführt werden, um die Top-Energie-Spar-Geräte kenntlicher zu machen.

EU-Energieeffizienzrichtlinie

Neben der Angabe des Stromverbrauchs beim Staubsauger-Modell erfahren Käufer auf dem EU-Energielabel noch weitere interessante Fakten zu dem Gerät. Ein anderer interessanter Punkt ist beispielsweise die Lautstärke des Staubsauger-Modells. Die Lautstärke wird auf dem Etikett in Dezibel angegeben. Ab dem Jahr 2017 darf laut EU-Richtlinie ein Staubsauger nicht lauter als 80 Dezibel sein.

Nützliche Hinweise für den Verbraucher

Eine weitere Angabe auf dem EU-Label ist der jährliche Energieverbrauch in Kilowattstunde. Laut EU-Ökodesign-Verordnung darf bei einer durchschnittlichen Nutzung von 50 Stunden im Jahr bei einer Fläche von 87 m² nicht mehr als 62 Kilowattstunden verbraucht werden. Das sind umgerechnet jährlich circa 17 Euro Stromkosten.

3 thoughts to “EU-Energielabel helfen durch den Verbrauchs-Dschungel”

  1. Ist sicher noch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber meiner Meinung nach schonmal ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ich denke, dass die Einführung und die stetige Verbesserung der Energieeffizienzklassen der besseren Übersichtlichkeit und der sichereren Entscheidungshilfe für den Endverbraucher durchaus zuträglich ist.
    In meine Augen sollte die Kennzeichnung auf nahezu jedes Elektrogerät ausgeweitet werden. Das würde den Willen zum Stromsparen doch stark unterstützen.

  2. Viel wichtiger: Ein Blick auf A reicht nicht aus, sondern man muss auch wissen, ob für bestimmte Produkte die Palette bis A reicht, oder sogar bis A+ oder A++ oder A+++ – sonst ist davon auszugehen, dass A gut ist, dabei ist A bei einer Latte bis A+++ nur das Viertschlechteste, wobei schlecht natürlich ein eher relativer Begriff ist.

  3. Aber es ist doch so, dass die Energielabel bzw. die Kennzahlen dazu selbst von den Herstellern vergeben werden, oder?

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