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Fairer Handel für mehr Gerechtigkeit in der Welt

Fairer Handel für mehr Gerechtigkeit in der Welt

fairer Handel Bananen

Fairer Handel will die Ungleichheit zwischen den Menschen, die die Ware konsumieren und den Menschen, die die Ware produzieren, verringern. Viele Produkte wie Kaffee, Kakao oder Tee werden in Entwicklungsländern, sogenannten Länder des globalen Südens, hergestellt. Bei der Produktion ist harte, körperliche Arbeit gefragt.

Allerdings werden nur wenige Menschen angemessen für diese harte Arbeit bezahlt. Oft können sie von ihrem Monatseinkommen, für das sie täglich viele Stunden unter schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten müssen, nicht einmal leben. Das Ziel des Fairen Handels ist, diese Situation zu ändern und faire Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten für die Arbeiter zu schaffen.

Fairer Handel ist somit ein Konzept, was die Politik der Welthandelsstrukturen ändern möchte. Hier setzen sich die Organisationen und Unternehmen, die für fairen Handel stehen, für mehr Gerechtigkeit in der Welt ein. Menschen, die Produkte aus Entwicklungsländern konsumieren, sollen zudem über die Arbeitsbedingungen und Herstellungsweisen der Produkte informiert werden, die sie kaufen. So soll das Bewusstsein der Käufer hin zu einem kritischen Konsum geschult werden, damit es ihnen nicht gleichgültig ist, wie die gekaufte Ware produziert wird. Dabei rückt der Mensch, der hinter dem Produkt steht, mehr in den Vordergrund. Dem Käufer von Fair-Trade-Ware ist es wichtig, dass der Arbeiter unter guten Arbeitsbedingungen ein Gehalt erhält, was seiner Arbeit angemessen ist.

Fairer Handel schlägt große Wellen

Menschen, die in Kooperativen und Unternehmen arbeiten, die den Fairen Handel unterstützen, verdienen in der Regel mehr als Arbeitnehmer in regulären Strukturen. Durch den höheren Verdienst können sie mit ihrer Arbeitsstelle ihre Familie ernähren und dafür sorgen, dass ihre Kinder die Schule besuchen können. Das führt wiederum dazu, dass der Bildungsgrad in der Familie steigt und die Zukunft der Kinder sowie Eltern gesichert wird.

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Des Weiteren nutzen Genossenschaften, die sich zusammen getan haben, um ihre Produkte gemeinsam im Konzept des Fairen Handels zu vertreiben, den fairen Preis, um etwas für ihre Gemeinschaft zu tun. Sie unterstützen durch ihren höheren Verdienst zum Beispiel den Bau von Schulen oder Trinkwasserbrunnen. Durch die Unterstützung zeigen sie Verantwortung für ihre Gemeinschaft oder ihr Dorf. Fair Trade wirkt sich somit nicht nur positiv auf die Arbeitnehmer aus sondern auch auf die Gemeinschaft, in der sie leben.

Fair Trade ist mehr als ein fairer Preis

Wer ein Produkt für ein Fair-Trade-Produkt kauft, zahlt einen Mindestpreis. Dieser Mindestpreis ist ein Kriterium, der das Konzept von Fair Trade ausmacht. Daneben verfolgt das Konzept noch das Partnerschafs-Prinzip. Die Handelsbeziehung basiert auf partnerschaftlichen Grundsätzen wie Respekt und Loyalität. In der Praxis kann das beispielsweise so aussehen, dass die Produzenten-Genossenschaft eine Vorfinanzierung erhält, wenn sie diese benötigt und die Handelsbeziehung vertraglich so geregelt ist, dass sie auf Langfristigkeit basiert. Das gibt beiden Vertragspartnern Sicherheit. Ein weiteres Ziel des Fairen Handels ist, Unternehmen und Kollektive in den Entwicklungsländern bei der Umstellung auf den biologischen Anbau zu unterstützen.

Weitere Kriterien, die beim Fairen Handel gelten, ist der Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit. Daneben müssen Arbeitnehmern ein Mindestmaß an Sozialleistungen wie bezahlten Urlaub, Schutzbekleidung oder Sozialvorsorge zugesprochen werden. Diese Leistungen sind in Deutschland normal – in vielen Ländern dieser Welt können Arbeitnehmer nur davon träumen. Durch den Fairen Handel wird dieser Traum für einige von ihnen Wirklichkeit.