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Infrarotheizung

Die Welt befindet sich im Wandel; seit der industriellen Revolution, die aus umwelttechnischer Sicht nicht besonders förderlich für unseren Platen war, hat sich einiges getan. Immer mehr Technologien der Neuzeit  weisen eine höhere Effizienz, bei gleichermaßen geringerem Umwelteinfluss, auf. Der größte Umbruch findet sicherlich im Rahmen der Energieversorgung und Antriebstechnik statt, doch auch im Bereich der Heiztechnik tut sich einiges. Die meisten Heizsysteme der Vergangenheit waren kohle-, öl-, gas- oder holzbasiert. Mittlerweile gibt es jedoch auch Methoden wie die Infrarotheizung, sie kann mit elektrischem Strom betrieben werden. Im Folgenden möchten wir Euch das Konzept der Infrarotheizung etwas näher bringen.

Infrarotheizung durch Infrarotstrahlung – Doch was ist das überhaupt?

Wir alle sind täglich Infrarotstrahlung ausgesetzt. Natürliche Energiequellen wie unsere Sonne oder offenes Feuer strahlen Energie unterschiedlicher Wellenlängen aus. Grundsätzlich gilt hierbei: je kürzer die Wellenlänge, desto stärker die Strahlung. Das für den Menschen sichtbare Lichtspektrum reicht von Ultraviolett (< 400nm) bis hin zur Infrarotstrahlung (>750 nm). Die letztere Strahlung überträgt in erster Linie Wärmeenergie, die Verwendung als Infrarotheizung liegt also nahe. Im Falle der Sonne wird unsere Erde den ganzen Tag über mit Infrarot-Energie bestrahlt, diese Energie wird in Boden, Gestein usw. gespeichert. Geht die Sonne am Abend unter geben sie die gespeicherte Wärme wieder ab und heizen so die kältere Umgebung auf. Die, über die Haut aufzunehmende, Strahlung beschert Mensch und Tier also seit jeher ein wohliges Wärmegefühl. Für den Menschen am günstigsten ist die sogenannte Dunkelfeld-Infrarotstrahlung (3000nm- 1mm).

Funktion einer Infrarotheizung

Infrarotheizung
Skizze: Funktionsweise einer Infrarotheizung

Im Gegensatz zur Infrarotheizung erwärmen konventionelle Heizungssysteme in der Regel direkt die Luft in einem Raum, dadurch steigt die Raumtemperatur gleichmäßig an. Dies ist auch der Grund, warum man im negativen Sinne von „Heizungsluft“ spricht, sollte die Luft in einem konventionell beheizten Raum sehr trocken und stickig sein. Ein Nachteil dieses Systems, den sicher jeder von uns kennt. Ein weiteres Problem ist, das die warme Luft natürlich aufsteigt und sich unter der Decke ansammelt, hier ist die Temperatur am höchsten. Mit zunehmender Abkühlung sinkt die Luft an der, dem Heizkörper gegenüberliegenden Wand, wieder herab und wandert zurück.

Eine Infrarotheizung simuliert die Funktionsweise unserer Sonne hinsichtlich Wärmeübertragung. Die Infrarot-Heizelemente senden die gleiche Strahlung wie sie aus. Die Strahlung erwärmt nicht die Raumluft, sondern alles, was sich in dem Raum befindet; einschließlich des Bodens und den Wänden. Diese wiederum geben ihre Wärme ab und erwärmen so auch indirekt die Luft des Raumes.

Infrarotheizung Bauweise

Eine Infrarotbeheizung besteht im Grunde nur aus einem Infrarot-Heizelement (man kann sich natürlich auch mehrere Elemente installieren lassen), mehr ist nicht von Nöten. Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen ist dies sehr praktisch. Überraschend ist jedoch die Varietät an Formen, die die Heizelemente annehmen können. Ob schlichtes Paneel, Bild, Spiegel, Teppich oder Fliesen. Viele Gegenstände, die ohnehin zu Raumausstattung gehören, könnten als Infrarotheizung ausgeführt werden. Möchte man eine Infrarotheizung kaufen, so kann man dies problemlos im Internet; dort gibt es auch zahlreiche weitere Informationen. Inwieweit die Infrarotheizung auch bei lokalen Heizungsbau-Betrieben bereits vertreten ist, können wir leider nicht beurteilen.

Mein Fazit

Das Konzept der Infrarotheizung, wie auch die Nutzung der Infrarotstrahlung im Allgemeinen, hört sich für uns hochinteressant und innovativ an. Wer kann schon von sich sagen, dass er quasi seine private Sonne zuhause hat. Dennoch gibt es viele weitere Aspekte, wie die Wirtschaftlichkeit der Infrarotheizung, die nicht außer Acht gelassen werden sollten. Wer sich intensiv in das Thema Infrarotheizung dem empfehlen wir zum Beispiel die wissenschaftliche Arbeit von Dr. –Ing. Peter Kosack. Generell sollte man bei einer solch wichtigen Überlegung, wie die zur Beheizung eines Objektes, immer einen Fachmann zur Seite haben.