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Interview mit miniJOULE – Erneuerbare Energie für jedermann

Interview mit miniJOULE – Erneuerbare Energie für jedermann

16. April 2013

Eine Premiere für Umwelt-Butler.de, erstmals erwartet euch ein Artikel in einer etwas anderen Darstellungsform. Unser Gesprächspartner ist Herr Martin Hansen von miniJOULE.

 

Sehr geehrter Herr Hansen, zunächst einmal vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Stellen Sie sich bitte unseren Lesern kurz vor und erläutern Sie, worin die „Mission“, wie es auf Ihrem offiziellen Internetauftritt so schön heißt, von miniJOULE besteht. Welche Position haben Sie in dem Unternehmen inne?

Martin Hansen – Produktentwicklung für das miniJOULE Island

Wir von miniJOULE sind ein kleines Team und möchten mit unseren Produkten die Erneuerbaren Energien an den Endkunden bringen mit einfach zu verstehenden Produkten.


Richtet miniJOULE sich an eine bestimmte Zielgruppe oder ist es ein Produkt für jedermann?

 Definitiv jedermann.


Am effektivsten sind die Anlagen wenn der erzeugte Strom direkt über die Steckdose eingespeist und für den Eigenbedarf genutzt wird, das liegt auf der Hand. Doch ist eine vergütete Netzeinspeisung, wie sie bei herkömmlichen Photovoltaikanlagen üblich ist, grundsätzlich möglich?

Das miniJOULE ist von der technischen Seite nichts anderes als eine herkömmliche PV-Anlage, welche in das Netz einspeist.

Sie wird nur an anderer Stelle installiert: hinter dem Zähler, um die Energie dort direkt wieder zu verbrauchen.

Man kann mit unseren Produkten darüber hinaus auch „herkömmlich“ nach EEG einspeisen. Hierfür muss die Anlage von einem eingetragenen Elektriker angemeldet und installiert werden.


Die miniJOULE-Module werden auf dem Gestell in 25 Grad Neigung montiert, die optimale graduelle Neigung kann jedoch in Abhängigkeit von Standort und Jahreszeit unterschiedlich sein. Würde sich bei einer solchen, verhältnismäßig sehr kleinen und leicht zugänglichen Anlage nicht anbieten, sie je nach Bedarf persönlich ausrichten zu können?

 Der Gedankengang ist nachvollziehbar und auch realisierbar.

Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass mit einem fixem Winkel und einem hochwertigem Stahlbügel die Installation einfacher ist und man die Qualität auch für 20 Jahre garantieren kann.

 

Bei hohen Temperaturen sinkt die Leistung einer Photovoltaikanlage, da der elektrische Widerstand beim Elektronenfluss steigt. Einige herkömmliche Anlagen verwenden eine Wasserkühlung, um dies zu reduzieren. Kann man ein miniJOULE, das beispielsweise im Garten positioniert ist, manuell kühlen?

Das miniJOULE und seine Effizienz freut sich über jede manuelle Kühlung im Sommer durch einen Wasserschlauch 😉


Silizium gibt es bekanntlich wie Sand am Meer, in aufbereiteter Form ist es dennoch knapp und die Herstellung sehr kostspielig. Wegen des höheren Wirkungsgrades setzen Sie bei Ihren derzeitigen Produkten auf monokristalline Solarzellen. Wurde bei der Konzeption auch der Einsatz von Dünnschichtmodulen in Erwägung gezogen, beziehungsweise kann man sich eine zukünftige Verwendung dieser Technologie vorstellen?

Die Erfahrungen von unserem Mutterkonzern GP JOULE, welche weltweit Freiflächen Projekte realisiert, haben gezeigt dass das Thema Dünnschicht nicht weiter verfolgt wird.

Darüber hinaus, ist bei einem Endkunden-Produkt, das Thema „Handling“ wichtig, welches bei einem Modul aus Glas ohne Rahmen natürlich problematisch ist.


Ab nächstem Monat wird Ihr neues Produkt „miniJOULE Island“ verfügbar sein. Damit gehen Sie noch einen Schritt weiter in Richtung der unabhängigen Energieversorgung. Würden Sie unseren Lesern das Modell etwas näher bringen?
miniJOULE Island ist ein netzunabhängiges System, das den erzeugten Solarstrom in eine Batterie einspeist. So bist Du noch unabhängiger und kannst Deinen Solarstrom nutzen – wo und wann Du willst! Das miniJOULE Island besteht aus einem Akku, Solar-Laderegler, Wechselrichter, Netz-Ladegerät und Solarmodul. Alle Komponenten sind praktisch in einen Trolley integriert und so mobil einsetzbar. Lediglich das mitgelieferte 60 W-Modul muss mit dem Island verbunden werden.

Alles weitere auf: http://www.minijoule.com/de/minijoule-island.html


Gibt es noch Feinheiten an denen gearbeitet wird oder steht einem erfolgreichen Start im nächsten Monat nichts im Wege?

 Der Markteintritt und der erste Versand an Kunden ist für Ende Mai / Anfang Juli geplant und wir sind alle guter Dinge!

 

Das hört man doch gern! Wir wünschen Ihnen einen reibungslosen Markteintritt und viel Erfolg für die weitere Zukunft.