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Dem Klimawandel effektiv entgegenwirken

Dem Klimawandel effektiv entgegenwirken

Klimawandel

In den letzten Jahren nehmen Wetterphänomene weltweit immer mehr zu. Waren Tornados früher nur in den USA ein Thema, so treten sie jetzt auch vermehrt in Europa auf. Schwere Überschwemmungen sind keine Seltenheit mehr und auch extreme Dürre vernichtet in vielen Ländern der Welt die Ernten und stürzen damit die Menschen in Not und Elend.

Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten und da man das Wetter nicht aufhalten und auch nicht beeinflussen kann, gilt es Präventionsmaßnahmen zu finden.

Eine Klimarisikoversicherung gehört zu diesen Maßnahmen, aber wie sinnvoll sind diese Versicherungen?

Klimarisikoversicherung soll für den Ernstfall vorsorgen

Versicherungen dienen als Präventivmaßnahmen. Wer eine Lebensversicherung abschließt, der will ein sorgenfreies Leben im Alter. Eine Hausratversicherung kommt für Schäden auf, wenn es in der Wohnung brennt und die Autoversicherung kümmert sich um die Schäden, wenn es mal kracht.

Eine Klimarisikoversicherung ist logischerweise eine Versicherung, die für Schäden aufkommt, die das Wetter im Zuge des Klimawandels verursacht hat. Diese Versicherung ist Teil des sogenannten Klimarisikomanagements, das auch auf dem umstrittenen Gipfeltreffen der sieben führenden Industrienationen auf Schloss Elmau ein Thema war. Im Rahmen dieses Klimarisikomanagements sollen Versicherungen die Schäden ausgleichen, die durch Überschwemmungen, Stürme und Dürre entstanden sind.

Klimawandel trifft die Ärmsten userer Erde

Es sind fast immer die Armen dieser Welt in den Entwicklungsländern und in der Dritten Welt, die vom weltweiten Klimawandel besonders betroffen sind. Sie verlieren das Wenige was sie besitzen, wenn es wieder zu Dürrekatastrophen und Überschwemmungen kommt. Diesen Menschen soll jetzt geholfen werden. Es sind bisher nur rund 100 Millionen Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern, die eine Klimarisikoversicherung haben, nach dem Willen der G7 Teilnehmer sollen es aber bis zum Jahr 2020 schon 400 Millionen Versicherte sein.

Die Direktversicherungen sollen helfen, die Menschen gegen Ernteausfälle oder auch gegen Schäden zu versichern, die durch Stürme an den Häusern entstehen. Indirekte Versicherungen sollen die jeweiligen Staaten gegen die Risiken des Klimawandels absichern. Auf diese Weise bekommen die Staaten im Fall einer erneuten Katastrophe schnelle Hilfe durch finanzielle Mittel, mit denen die Bevölkerung beim Wiederaufbau unterstützt werden soll.

Wie sinnvoll sind die Klimarisikoversicherungen?

Auf den ersten Blick erscheinen Versicherungen, die die Betroffenen gegen die Folgen des Klimawandels absichern, sehr vernünftig, aber eben nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick stellen sich eine Reihe von Fragen.

So zum Beispiel die Frage: Woher sollen die Menschen in der Karibik, in Lateinamerika, in Asien oder in Afrika die nötigen Mittel nehmen, um eine Versicherung abzuschließen, die ihnen ihren ohnehin schon geringen Besitz angemessen versichert?

Die meisten Menschen in diesen Regionen leben von Tag zu Tag, sie haben kaum das Nötigste zum Leben und erst recht kein Geld, um Versicherungsprämien zu zahlen.

Eine andere Frage ist: Wie kann kontrolliert werden, ob die Staaten, die aus einer Versicherung Geld für den Wiederaufbau nach einer Wetterkatastrophe bekommen, dieses Geld auch wirklich für den Wiederaufbau ausgeben?

Dienen die Klimarisikoversicherungen tatsächlich den Betroffenen oder doch nur den Versicherungen, die damit ihre Renditen steigern können?

Fazit

Auch wenn die Idee gut ist, die Umsetzung wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht sein, denn das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat es schon auf den Punkt gebraucht, denn durch die geplanten Klimarisikoversicherungen sollen „Anreize für private Investitionen in den Versicherungssektor entstehen“.