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Kupfer – Ein maßgeblicher Faktor der Energiewende?

Kupfer – Ein maßgeblicher Faktor der Energiewende?

Quelle

Das Metall Kupfer ist dem Menschen seit jeher bekannt. Bereits vor ca. 10000 Jahren nutzten längst vergangene Kulturen Kupfer für ihre Zwecke, da es verhältnismäßig leicht zu verarbeiten ist. Später wurde es dann mit Zinn und Bleianteilen zu Bronze legiert und fand noch wesentlich mehr Anwendungsmöglichkeiten. Heutzutage ist Kupfer für viele Bereiche unseres alltäglichen Lebens unabdingbar, etliche grandiose Erfindungen der Vergangenheit wären ohne Kupfer entweder undenkbar oder aber unbezahlbar. In einem modernen PKW werden beispielsweise  im Durchschnitt 25 Kg Kupfer verbaut.

Kupfer in der Moderne

Kupfer ist zwar beliebig oft recycelbar, und dies sogar ohne Qualitätsverluste, doch unser Kupferbedarf steigt dauerhaft. Es schont also lediglich die Ressourcen ein wenig, kann aber keinesfalls den gesamten Bedarf decken. Es wird ständig neues Kupfer gefördert. Der mit Abstand größte Kupferproduzent ist Chile, gefolgt von Peru und den USA. In Europa wird vergleichsweise wenig Kupfer gewonnen, lediglich Schweden, Portugal und Polen wären überhaupt nennenswert.

Der stetig steigende Bedarf an Kupfer liegt zwei essenziellen Eigenschaften des Metalls zugrunde. Zum einen ist es überaus korrosionsbeständig, zum anderen verfügt es über eine gute elektrische Leitfähigkeit. Es ist also bestens für den Einsatz in sämtlichen Bereichen der Elektronik und Telekommunikation sowie dem Heizungsbau geeignet. Die Kombination dieser zwei Eigenschaften macht Kupfer so wertvoll für die Technologie der erneuerbaren Energien.

Kupfer und erneuerbare Energien

Die beschlossene Energiewende hat der Kupferindustrie einen wahren Boom beschert. Der Kupferpreis kletterte im Jahr 2011 auf fast 10000 US Dollar je Tonne. Dies sollte jedoch niemanden überraschen, denn allein  in dem Generator einer Windkraftanlage werden rund 200 Kilometer Kupferdraht verbaut. In jedem einzelnen Windrad stecken also mehrere Tonnen Kupfer, hinzu kommt der Kupferanteil in den Stromkabeln. Handelt es sich um einen Offshore Windpark, muss der produzierte Strom teilweile kilometerweit befördert werden.

Für die Solarbranche ist der rötlich glänzende Werkstoff ebenfalls von Bedeutung. Sowohl für Stromproduktion als auch als widerstandsfähiger Wärmeleiter. Dass gleiche gilt für Erdwärmepumpen, Heizkessel, Elektroleitungen und Brennstoffzellen. Überall wird Kupfer benötigt, um Energie mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad, bei gleichermaßen geringem Umwelteinfluss, zu erzeugen.

Umwelt-Butler Fazit:

Wie bereits in der Einleitung angesprochen, gehen wir davon aus, dass Kupfer für viele Bereiche unseres alltäglichen Lebens unabdingbar ist.  Betrachtet man die Branche der erneuerbaren Energien, spiegelt sich dieses Bild. Oft gäbe es zwar alternativen für Kupfer, die teilweise sogar bessere Leistungen erzielen könnten, doch hierbei handelt es sich meist um Edelmetalle wie Silber. Dies kommt jedoch oft aufgrund des Kostenaufwands nicht infrage. Vermutlich wäre eine Energiewende ohne Kupfer in der Tat nicht möglich.