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LEDs – Die „grüne“ Beleuchtungsform?

LEDs – Die „grüne“ Beleuchtungsform?

30. April 2013

Im Februar dieses Jahres widmeten wir bereits einen Artikel den LEDs. Damals ging es konkret um eine „Umwelttechnisch sinnvolle Außenbeleuchtung“. Um die Bedeutung der kleinen Halbleiter für die Beleuchtungsbranche,  die Vorteile der Technologie und ihren Umwelteinfluss nochmals herauszustellen, werden wir heute etwas tiefer in die Materie eintauchen.

 

Was genau sind LEDs?

Leuchtdioden (englisch = light-emitting diode, kurz LED) sind Halbleiter-Bauelemente, die dieselben elektrische Eigenschaften wie eine Diode aufweisen. Werden Durchlassrichtung von Strom durchflossen, strahlen sie Licht aus.

 

Die Bedeutung für die Beleuchtungsindustrie

Derzeit wird die Beleuchtungsindustrie von enormen Veränderungen geprägt. Der Hauptakteur: Die LED-Technologie. Die gute alte Glühbirne ist nicht mehr; zahlreiche Ersatzbirnen treten auf den Markt. Doch kein Zweig verzeichnet ein solch massives Wachstum wie die LEDs. Das weitere Leistungspotenzial ist enorm bei rasant voranschreitender Entwicklung. Die Technologie findet in immer mehr Neubau- und Sanierungskonzeptionen Einzug, und das mit gutem Grund.

 

Vorteile der Leuchtdioden

Die zahlreichen Vorteile LED lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen.

 

Wirtschaftliche Vorteile

Der größte Vorteil der LED besteht wohl darin das sie schlichtweg einen deutlich geringeren Energieverbrauch als die Konkurrenz, bei vergleichsweise wesentlich längerer Lebensdauer, haben. Weitere Vorteile aus wirtschaftlicher Sicht können jedoch sein: ­Eine geringe Wärmeentwicklung und die dadurch resultierende Reduzierung der Klimatisierungskosten, ausbleibende Wartungskosten, keine Reinigungskosten, geringere Transportkosten aufgrund der kleinen Dimension sowie geringere Entsorgungskosten.

Technik und Designvorteile

Vorteile hinsichtlich Technik und Design sind beispielsweise die kompakte Bauform, die einen vielseitigen Einsatz möglich macht. Eine Regelbarkeit der Lichtfarbe sowie unendliche Farbvielfalt durch die Kombination verschiedenfarbiger LEDs  sowie die allgemein ansprechende Optik. Da die Dioden sehr zuverlässig sind, sie sind unter anderem stoß- und vibrationsfest, sind sie optimal für den Einsatz in der Fahrzeugtechnik geeignet.

Umwelttechnische Vorteile

Die Vorteile die unsere Umwelt Betreffen interessieren uns natürlich besonders. Laut einer Vergleichsuntersuchung der Stiftung Warentest, veröffentlicht im März 2013, haben LED-Lampen die beste Gesamt-Ökobilanz aller getesteten Beleuchtungsformen. Die LED-Modelle schnitten im Test mit der Note „Sehr gut“ ab. Um die Ökobilanz zu ermitteln, wird ein Produkt bei der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung auf Umwelteinflüsse analysiert. Genau so ging die Stiftung auch vor. „Wir berücksichtigten: Aufwand für Transporte, Rohstoffe, ihre ­Vorketten und die benötigte Energie für die wesentlichen Herstellungsmaterialien und -prozesse sowie Entsorgung“, heißt es in dem Testbericht.
Die Umweltvorteile decken sich also größtenteils mit den wirtschaftlichen Vorteilen. Der geringere Energiebedarf, die längere Lebensdauer, die geringeren Transportkosten und die geringeren Entsorgungskosten, da LED-Lampen kein Quecksilber enthalten, freuen gleichermaßen den Geldbeutel, wie auch die Umwelt.

Umwelt-Butler Fazit:

Die gesamten Vorteile seien mal so dahin gestellt, ihnen gegenüber stehen jedoch noch einige Probleme der Technologie. Beispielsweise lässt die Farbwiedergabe weißer LED für manche Anwendungsbereiche immer noch zu wünschen übrig. Ebenfalls ist die gewünschte Effizienz, hinsichtlich Preises pro Lumen, noch lange nicht erreicht. Bedenkt man die Investitionen, die derzeit noch für die Entwicklung getätigt werden müssen, sind die hohen Stückkosten schon fast verständlich, dennoch schrecken sie viele ab. Doch man sollte seinen Blick nicht nur auf das Preisschild richten, sondern auf das, was es bewirbt. Ein weltweiter Umstieg auf die Beleuchtungsform LED könnte so einiges an Geld einsparen und Umwelt schonen.