close
Naturstrom – mehr als Strom aus der Steckdose

Naturstrom – mehr als Strom aus der Steckdose

24. Dezember 2013

Alle reden von der Energiewende, aber kaum jemand kann sich darunter konkret etwas vorstellen. Fest steht, dass nach der Energiewende der Strom nicht mehr aus dem Atomkraftwerk kommen soll, sondern dass vielmehr Wind, Sonne und Wasser für den Strom sorgen. Die angestrebte Energiewende ist ein wahrer Kraftakt, denn es gibt viele Probleme, die noch gelöst werden müssen und ob das alles so gelingt, wie geplant, das ist mehr als fraglich. Aber es gibt sie schon, die Energiewende, wenn auch nur im kleinen Rahmen.

So kann die Energiewende aussehen

Die kleine Gemeinde Bresegard bei Picher im Mecklenburg-Vorpommern hat etwas geschafft, wovon die Bundesregierung noch träumt – Bresegard hat die Energiewende vollzogen und das ohne Probleme, ohne Proteste und vor allem ohne ausufernde Kosten. Für die Energieversorgung der kleinen Gemeinde ist ein landwirtschaftlicher Betrieb vor Ort zuständig, denn dieser Bauernhof hat eine Biogasanlage. Von dort aus führt eine drei Kilometer lange Leitung in ein Heizhaus, in dem sich ein kleines Biokraftwerk befindet. Von dort aus wird die Wärme in die 34 angeschlossenen Häuser des Dorfes geleitet. Aber nicht nur die Wohnhäuser in Bresegard sind an das Biokraftwerk angeschlossen, auch das örtliche Sportlerheim, das Haus der freiwilligen Feuerwehr und das Gemeindehaus werden mit Wärme versorgt. Energie aus Gas und Erdöl gehört in der Gemeinde im Kreis Parchim der Vergangenheit an, und die herkömmlichen Heizungen konnten inzwischen stillgelegt werden. Warm ist es trotzdem, denn dafür sorgt die Biogasanlage, die ständig mit Nachschub versorgt wird. Alles funktioniert einwandfrei und ganz ohne fossile Brennstoffe oder Atomstrom, Naturstrom pur eben. Das ist nicht nur eine sparsame Art, um zu heizen, auch die Umwelt wird aktiv geschützt, denn pro Jahr werden satte 300 Tonnen schädliches CO2 weniger in die Atmosphäre geblasen.

Die Strompreise steigen

Warum ist die angestrebte Energiewende eigentlich so teuer? Die Bürger von Bresegard müssen sich über die Stromrechnung keine Gedanken mehr machen, denn sie sparen 15% an Stromkosten ein, was in Zeiten immer weiter steigender Stromkosten ein beruhigendes Gefühl ist. Die meisten anderen Stromabnehmer in Deutschland müssen weiter viel Geld für ihren Strom bezahlen, denn sie finanzieren die Energiewende. Die großen Stromkonzerne verdienen weniger, wenn der Natur Strom kommt, und da sie weniger verdienen, möchten sie für die Gewinnausfälle entschädigt werden, schließlich soll in naher Zukunft keiner mehr Atomstrom beziehen, sondern nur noch grünen umweltverträglichen Strom. Diese Ausfallzahlungen sind hoch und bezahlen müssen sie die Stromkunden. Jedes Windrad, das gebaut wird, muss von den Haushalten in Deutschland mitfinanziert werden, denn dieses Windrad wird eines Tages den Strom erzeugen, der den Atomstrom überflüssig macht. Wie genau es mit den Stromkosten weitergeht, das kann oder will keiner beantworten, aber wer aus diesem Aufwärtstrend der Strompreise aussteigen will, der sollte sich an der kleinen Gemeinde im Norden von Deutschland orientieren.

Fazit

Wir alle brauchen Strom für unser tägliches Leben, aber er sollte kein Vermögen kosten. Die Möglichkeiten für effektiven Strom  aus der Natur sind gegeben, wir müssen sie nur noch sinnvoll nutzen.