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Solarlufttechnik

Solarlufttechnik

Die Solarthermie im Allgemeinen ist bereits relativ etabliert und fand besonders in den Solarlufttechnikletzten Jahren Einzug in vielen Neubauten, doch auch als einer Nachrüstung für ältere Bauwerke wurde sie oft verwendet. Das Grundprinzip ist hierbei die Umwandlung von Sonnenenergie in Wärmeenergie. Die häufigste Anwendungsform der Solarthermie im privaten Bereich stellen Wasserkollektoren  dar. Sie übertragen die Wärme der Sonne auf eine Flüssigkeit,  die wiederrum genutzt werden kann, um einen Heizkreislauf oder Nutzwasser zu erhitzen. Darüber hinaus gibt es große solarthermische Kraftwerke, die zur Stromerzeugung mittels Gas- oder Dampfturbinen genutzt werden. Diese Formen der Solarthermie rissen wir bereits in einem früheren Artikel an.  Heute möchten wir uns jedoch einer noch recht unbekannten Variante der Nutzung der Sonnenenergie widmen, der Solarlufttechnik.

Wie arbeitet die Solarlufttechnik?

Im Grunde ist der Aufbau der Anlagen ähnlich; im Mittelpunkt steht wie immer ein Solarkollektor. In diesem Fall sind es jedoch Luftkollektoren. Wie der Name schon vermuten lässt, dient in der Solarlufttechnik die Luft, an Stelle von Wasser, als Wärmeüberträger. Im Normalfall sind Luftkollektoren schlichte Kästen, beziehungsweise Wannen, in denen Wärmesammler, sogenannte Absorber, verbaut sind. Sie geben durch die Sonnenstrahlung  generierter Wärme an darunter strömende Luft ab. Geschützt wird das ganze durch eine Glasscheibe. Es gibt sogar Anleitungen im Internet nach denen man sich, mit etwas handwerklichem Geschick und technischem Verständnis, selbst simple Solarluftkollektoren bauen könnte. Theoretisch funktionieren die Kollektoren überall dort, wo sie der Sonne zugewandt sind. Die Montage auf Dach oder Fassade liegt wie immer nahe.

Die Nutzung der Luft durch die Solarlufttechnik

Das Medium Luft kann leider so gut wie keine Energie über längere Zeit speichern, wie nutzt man sie also? Bisher gibt es zwei verschiedene Nutzungsarten: Die unkomplizierteste und simpelste Methode ist die erwärmte Luft mittels eines Ventilators direkt und kontinuierlich in ein zu beheizendes Gebäude einzubringen. Andererseits gibt es die Möglichkeit ein Speichermedium zwischen zu schalten. In dem Fall gibt die zunächst sehr stark erhitze Luft überschüssige Wärme an einen Speicher, beispielsweise einen gedämmten Warmwassertank oder Steinspeicher ab und bläst erst danach die Luft ins Gebäude ein.

Wer bietet Solarlufttechnik an?

Wie bereits zu Anfang erwähnt, wird die Solarlufttechnik in Deutschland bisher wenig verwendet; besonders im Vergleich zur Solarwassertechnik, doch sie wird immer interessanter. Wenn man sich für die Technik interessiert, sollte man sich, nicht zuletzt aufgrund der noch nicht so weiten Verbreitung, im Internet umsehen; dort wird man Anbieter finden. Die AFS Solar-Lufttechnik GmbH & Co.KG. (offizieller Internetauftritt: http://www.afs-solar.de/) bietet beispielsweise von dem kleinen „Heim-Luftkollekor“ bis zur großen Industrieanlage Solarlufttechnik in allen erdenklichen Dimensionen an.

Umwelt-Butler Fazit:

Zugegeben, bis vor ein paar Tagen wussten wir selbst nicht einmal, dass es so etwas wie Solarlufttechnik überhaupt gibt. Doch bereits bei der Recherche waren wir von der Thematik ähnlich begeistert wie von dem der Infrarotheizung. In jedem Fall werden wir den Bereich der Solarlufttechnik weiter verfolgen und uns eventuell sogar einmal an einem Luftkollektor Marke Eigenbau versuchen.