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Umweltfreundliche Immobilien in Großstädten

Umweltfreundliche Immobilien in Großstädten

13. August 2013

Im Laufe der Energiewende müssen auch deutsche Großstädte umdisponieren. Umbauen, sparen und austauschen lautet die Devise, doch diese stellt eine große Hürde dar. Die Problematik: In der Regel gibt es kaum freie Flächen, die beispielsweise zur Errichtung von Kraftwerken der erneuerbaren Energien genutzt werden können, während gleichzeitig immer mehr Menschen in die Städte ziehen und Wohnraum benötigen. Dennoch gibt es Konzepte zur Verwirklichung umweltfreundlicherer Immobilien in Großstädten. Viele von ihnen formulierten klare Ziele, doch wie steht es um die derzeitige Situation und wie sehen diese Ziele aus?

Beispiel Berlin

Unsere Hauptstadt ist mit einem  CO₂-Ausstoß von jährlich 5,55 Tonnen pro Kopf der kleinste Umweltverschmutzer aller deutschen Großstädte. In den vergangenen 20 Jahren wurde der Energieverbrauch um circa ein Viertel gesenkt. Dies gelang vor allem durch eine Heiz-Umstellung. Im Jahr 1990 gab es noch 400.000 Kohleöfen in Berlin, heutzutage sind es nur noch 60.000 und die Tendenz ist weiter fallend da immer mehr Häuser mit Erdgas oder Fernwärme beheizt werden. Das Berliner Fernwärmenetz ist besonders erwähnenswert. Derzeit umfasst es  1.600 Kilometer Länge und ist somit eines der größten Fernwärmenetze  in Westeuropa.  Bereits ein Drittel der gesamten Gebäude in Berlin sind bereits daran angeschlossen. Auch in Zukunft soll weiter auf umweltfreundliches Bauen und einen weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes gesetzt werden. Bis zum Jahr 2020 sollen die Emissionen um weitere 15 Prozent sinken.

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Wir möchten Euch nun Möglichkeiten vorstellen wie die Bauvorhaben in Zukunft besonders umweltfreundlich realisiert werden könnten.

Passivhäuser

Passivhäuser benötigen keine herkömmliche Heizung, das Gebäude nutzt „passive“ Energiegewinne aus der Sonnenwärme und der Wärme der Abluft um sich selbst zu beheizen. Damit das Konzept des Passivhauses funktionieren kann, müssen jedoch einige Grundvoraussetzungen erfüllt werden. Das Haus muss nach Süden ausgerichtet sein und über große Fenster, zur Nutzung der Sonnenenergie, verfügen. Darüber hinaus muss es mit einer extrem dicken Wärmedämmung und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet sein. In sehr kalten Wintern werden Passivhäuser vermutlich dennoch einen geringen Restwärmebedarf haben, dieser kann jedoch über herkömmliche Heizsysteme wie Gas- oder Ölheizung, einen Holzofen oder auch durch solartechnische Heizsysteme erreicht werden. Dennoch würde es sich lohnen das Passivhauskonzept in Zukunft öfter zu realisieren, im Vergleich zu herkömmlichen Häusern ist ihr Energiebedarf etwa 90% geringer.

Null-Emissionshaus

Das Null-Emissionshaus versucht in der Jahresbilanz CO2-neutral zu sein, also bis zum Jahresende genau so viel Energie erzeugt zu haben wie es verbraucht hat ohne dabei CO2 auszustoßen. Verwendet man fossile Energieträger wie Öl oder Erdgas zur Energieversorgung entstehen CO2-Emissionen, die Energie des Null-Emissionshauses muss also ausschließlich aus regenerativen Energiequellen stammen. Darüber hinaus können, ähnlich dem Passivhaus, spezielle Wärmedämmungen und individuelle Lüftungskonzepte zur Senkung des Energiebedarfs eingesetzt werden.

Umwelt-Butler Fazit:

Unsere Hauptstadt geht mit gutem Beispiel voran, viele andere Großstädte könnten sich davon durchaus eine Scheibe abschneiden. Besonders das herausragende Fernwärmenetz sucht in weiten Teilen Deutschlands vergeblich seinesgleichen. Als besonders interessant erachten wir jedoch das Konzept des Passivhauses, mit relativ einfachen Mitteln können bereits bei der Planung des Objektes die Energiekosten die noch in der fernen Zukunft lägen weitgehend minimiert werden.