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Umwelttechnisch sinnvolle Außenbeleuchtung

Umwelttechnisch sinnvolle Außenbeleuchtung

27. Februar 2013

In letzter Zeit häufen sich besonders in den weitläufigeren, ländlichen Gegenden Fälle von Einbruch und Diebstahl. Da die Übeltäter in fast allen Fällen den Schutz der Nacht, und somit der Dunkelheit, suchen, hat sich die Beleuchtung des Grundstückes, beziehungsweise Hauses, als effektive Schutzmaßnahme gegen solche Übergriffe herausgestellt. Das Gelände die ganze Nacht über durchgängig auszuleuchten, ist wenig sinnvoll, da die Stromkosten mit der Zeit eine enorme Belastung für den Geldbeutel werden würden. Auch spräche ich einer plötzlich aufleuchtenden Lampe einen größeren Schutzfaktor zusprechen, als kontinuierlich brennenden. Es empfiehlt sich also eine Beleuchtungsanlage mit Bewegungsmelder.

Auswahlkriterien

Stellen wir uns also folgendes Szenario vor: Wir möchten unser Grundstück mit einer Beleuchtungsanlage inklusive Bewegungsmelder ausstatten. An dieser Stelle kommt der Umweltfaktor ins Spiel. Wir können uns nun entweder für herkömmliche Halogen- oder aber für die neuere LED-Technik entscheiden. Sicher sind die Verarbeitung, Helligkeit, Montageeigenschaften, Funktionalität, beziehungsweise Sensibilität des verbauten Bewegungsmelders, sowie  Wetterbeständigkeit allesamt wichtige Punkte, die zum Preis-Leistungs-Verhältnis beitragen und um die man sich Gedanken machen sollte. In unserer Funktion als Umweltblog möchten wir unser Augenmerk, angesichts der steigenden Strompreise und der bevorstehenden Energiewende, hauptsächlich dem Stromverbrauch und der Lebensdauer widmen. Eine ausführliche Betrachtung all dieser Kriterien findet Ihr bei spezialisierten Portalen, sie testen LED Strahler.

Halogen vs. LED

Halogenstrahler sind auf diesem Gebiet althergebracht und leisten schon seit längerer Zeit gute Dienste. Ihre Konzeption erinnert an die konventionellen, seit Ende letzten Jahres verbotenen, Glühbirnen. Sie enthalten einen warm leuchtenden Draht, während der Kolben mit Edelgas gefüllt ist. Dementsprechend kommt das warme Licht der Farbcharakteristik des Lichtes der alten Glühbirnen, welche die meisten Menschen bis heute bevorzugen, sehr nahe. Darüber hinaus sind sie vergleichsweise sehr günstig im Einkauf, dennoch dürften diese mit ein wenig Weitsicht betrachtet die deutlich teurere Variante sein. Ihre Lebenserwartung ist im Vergleich zur LED-Konkurrenz nicht besonders hoch (nur ca. 1500 Stunden; LED: bis zu 15000). Gegenüber den bisherigen Glühlampen sparen sie zwar 15 % Energie ein, angesichts des heutigen Standes der Technik kann dies jedoch kein Argument sein.

LED Strahler brauchen lediglich ein Zehntel der Energie, die eine Halogen Ausführung mit vergleichbarer Kraft brauchen würde. In den Strahlern sind viele Leuchtdioden (englisch = light-emitting diode, kurz LED) verbaut. Sie sind ein Halbleiter-Bauelement, dessen elektrische Eigenschaften identisch mit denen einer Diode sind. Wenn sie in Durchlassrichtung von Strom durchflossen werden, strahlen sie Licht aus. Größter Nachteil der Technik ist hierbei die Lichtfarbe.

Dem LED-Licht wird oft nachgesagt, dass es sehr „kühl“ und grell sei. Dies hängt mit der Problematik zusammen, dass es einfarbige LEDs nur in den Farben rot, gelb, grün und orange gibt. Das Weiße Licht muss also erst durch eine Überlagerung der verschiedenen Farben realisiert werden. Die Technik entwickelt sich jedoch nahezu täglich weiter und macht Fortschritte auf diesem Gebiet.

Egal, für welche Lampenart wir uns entscheiden, so sollte man auch bei der Auswahl der Bewegungsmelder darauf achten, ob dessen Sensibilität an die Umstände des auszuleuchtenden Bereichs angepasst ist. Wenn bei jeder vorbeihuschenden Katze die gesamte „Festtagsbeleuchtung“ anspringt, wird derNutzen der Anlage völlig zu Nichte gemacht. Die Empfehlung des Einsatzes einer Zeitschaltuhr versteht sich von selbst.

Unser Fazit

Wenn wir für uns persönlich das Szenario weiter durchdenken und das Vorhaben schließlich in die Tat umsetzen, würden wir uns mit Sicherheit für die modernere LED-Technologie  entscheiden.  Betrachtet man lediglich den Energieaufwand, wäre dies schon ein K.o.-Kriterium für die Halogenstrahler. An dieser Stelle sollte man einfach über die deutlich höheren Investitionskosten der LED-Variante hinwegsehen. Ich bin mir sicher, dass sich, über einen  längeren Zeitraum gesehen, diese vermeidlich höheren Kosten leicht ausgleichen lassen, nicht zuletzt durch die längere Lebenserwartung der LED-Technik. Sie soll schließlich jede Nacht in Einsatz sein, um das Eigenheim effektiv zu schützen.