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Wasser und Abwasser – ein nicht unproblematischer Kreislauf

Wasser und Abwasser – ein nicht unproblematischer Kreislauf

27. November 2013

Es ist für uns selbstverständlich, Wasser immer dort zu nutzen, wo wir es gerade brauchen. Wasser steht in ausreichender Menge zur Verfügung, und das Wasser, das nicht mehr gebraucht wird, wird zu Abwasser und auch das ist eine Selbstverständlichkeit. Aber so selbstverständlich ist es nicht, denn Wasser ist ein kostbares Gut, das nicht allen Menschen auf dieser Welt grenzenlos zur Verfügung steht.

Wie wird Wasser zu Abwasser?

Deutschland ist ein Land, in dem Wasser keine Mangelware ist, aber Wasser ist auch bei uns eine kostbare Ressource. Wir verbrauchen unser Wasser nicht komplett, aber wir verunreinigen Wasser so sehr, dass es nicht mehr gebraucht werden kann. Das Ergebnis heißt dann Abwasser. Wasser und Abwasser gehören zusammen und bilden einen Kreislauf, der über die Kläranlagen führt, denn in den Kläranlagen wird aus Abwasser wieder Nutzwasser. Für diesen Service müssen wir natürlich bezahlen, und die Preise steigen, denn die Kläranlagen haben immer mehr mit Problemen zu kämpfen, wenn es um die Aufbereitung von Abwasser geht. Da ist zum Beispiel Phosphor, was in fast allen Waschpulvern und Reinigungsmittel zu finden ist. Um diese immer größer werdenden Mengen an Phosphor zu bewältigen, müssen die Verfahren der Wasseraufbereitung in den Klärwerken immer aufwendiger gestaltet werden. Das gilt aber auch für Arzneimittel, die zum Teil überhaupt nicht mehr geklärt werden können. Die meisten Nutztiere bekommen heute Antibiotika, damit sie gesund bleiben und zum Beispiel mehr Milchleistung bringen, aber auch die Rückstände dieser Antibiotika landen im Wasser, und können kaum wieder entfernt werden. Das Wasser- und Abwassermanagement steht also vor immer größeren Herausforderungen. Was können wir aber tun, um den Wasserkreislauf einfacher zu gestalten? Viele Antworten auf diese Frage gibt es auf das-deutschland.de.

Wasser besser nutzen

Weiße Wäsche, die angenehm duftet, gehört heute einfach dazu, aber mit jedem Waschgang kommen mehr und mehr Schadstoffe ins Wasser und müssen in den Kläranlagen wieder entfernt werden. Rückstände von Medikamenten gelangen durch den Urin in den Wasserkreislauf, aber auch Tonnen von Arzneimitteln werden jedes Jahr einfach die Toilette hinuntergespült und belasten den Wasserkreislauf. Wenn jeder seine Medikamente, die nicht mehr gebraucht werden, zur Schadstoffsammelstelle oder in die Apotheke bringt, die sie dann sachgerecht entsorgt, dann wäre allen gedient. Auch Weichspüler müssen nicht unbedingt sein, denn sie belasten die Umwelt und viele sind sogar für die Gesundheit schädlich und können Allergien auslösen. Eine gute Nachricht gibt es aber, denn die Qualität des Grundwassers wird immer besser. Das liegt auch daran, dass die Kläranlagen immer moderner werden. Insgesamt ist die Belastung durch Schadstoffe, wie zum Beispiel Schwermetalle, Abfälle aus der Industrie und auch Phosphate in den letzten 20 Jahren deutlich gesunken. In der Elbe sank beispielsweise die Belastung durch Quecksilber um 90%. Aber es gibt immer noch viel zu tun, wenn es um unser Wasser geht.

Fazit

Wir alle brauchen Wasser, und Wasser steht uns ausreichend zur Verfügung. Wir sollten aber darüber nachdenken, wie kostbar Wasser ist und was wir tun können, um unser Wasser so sauber wie möglich zu halten.