Wasserenergie

Derzeit kann man in Deutschland die „Wasserenergie“ von ihrer negativsten Seite betrachten. Gewaltige Wassermassen ließen die Pegelstände immens steigen und sorgen in großen Teilen Deutschlands für Hochwasser. Im Normalfall profitiert der Mensch jedoch von der Wasserenergie. Seit Jahrtausenden wird die Kraft des Wassers von uns genutzt, um Mechaniken anzutreiben; heutzutage wird eher die Stromerzeugung fokussiert. Die Historie der Nutzung der Wasserenergie ähnelt also der der Windkraft sehr.

Das Prinzip zur Verstromung  der Wasserenergie

wasserenergie

Bereits seit der Erfindung des Stromgenerators durch Werner von Siemens im Jahr 1866 wird die Wasserenergie auch zur Stromerzeugung genutzt. Die potenzielle kinetische Energie strömenden und fallenden Wassers, beispielsweise aus Flüssen und Stauseen, wird in mittels Turbinen in Rotationsenergie umgewandelt. Die Generatoren in Wasserkraftwerken sind wiederum in der Lage, diese zu verwenden, um elektrische Energie zu erzeugen. Durch den natürlichen Wasserkreislauf gelangt das hinabgeströmte, beziehungsweise gefallene, Wasser zurück in Positionen, aus denen es erneut hinabströmen oder fallen kann. Somit gehört Wasserenergie zu den regenerativen Energiequellen. Auch hier entwickelten sich mit der Zeit unterschiedliche technische Konzeptionen und Anlagentypen; auf die Unterschiede möchten wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

Wasserenergie – Wie steht es um die derzeitige Situation?

Rein theoretisch ist das Potenzial der Wasserenergie nahezu grenzenlos. Würde man das gesamte Wasser, das täglich auf der Erde abläuft, zur Stromerzeugung nutzen, wäre man in der Lage wesentlich mehr Strom zu produzieren als derzeit weltweit benötigt wird. Leider ist das Verfahren zur Stromerzeugung mittels Wasserenergie extrem aufwendig und es werden enorme Wassermassen benötigt, um ein Wasserkraftwerk rentabel zu betreiben. Auf der Internetseite www.weltderphysik.de, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wird zum Thema Wasserenergie ein sehr treffendes und bildliches Beispiel angeführt:

 „Wenn man einen Kubikmeter Wasser, etwa 100 10-Liter-Eimer voll, von der Spitze des Eiffelturms aus 300 Meter Höhe durch ein Fallrohr auf einen Turbinengenerator am Fuß des Eiffel­turms fallen lässt, dann kann man damit knapp eine Kilowattstunde Strom erzeugen“.

Dieser Schwierigkeit zum Trotz gelang es im Jahr 2009 rund 16% des weltweiten Strombedarfs, durch verschiedene Arten von Wasserkraftwerken, abzudecken. Damit hatte die Wasserkraft einen Anteil von 83 % an der gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Umwelt-Butler Fazit:

Die Wasserenergie stellt unserer Meinung nach den Kern der heutigen erneuerbaren Energien dar. Derzeit ist sie der Sektor mit dem größten Anteil an der Stromproduktion. Darüber hinaus hat sie den großen Vorteil, dass die Energie, in Form von Wasser, sich leicht mittels Staudämmen einfach speichern lässt, dadurch ist sie relativ stetig verfügbar. Wir glauben jedoch, dass sie, zumindest in Deutschland, kaum noch ausbaufähig ist. Die Vermutung fassten wir bei der Betrachtung des Wachstums der erneuerbaren Energien in den letzten Jahren. Wir gehen davon aus, dass die anderen erneuerbaren Energiequellen mit der Zeit zu der Wasserenergie aufschließen und sie eventuell sogar überholen werden.

Ein Gedanke zu „Wasserenergie

  1. In der Schule hatte ich glaube ich geschlafen als das Thema kam :), dachte es wäre total anders

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