Agenda 2030

Weltzukunftsvertrag 2015: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Am 22. September 2015 wurde auf dem UN-Gipfel in New York ein neuer Weltzukunftsvertrag verabschiedet. Sein Herzstück besteht aus 17 Zielen (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs), die im ökonomischen, sozialen und ökologischen Bereich angesiedelt sind.

Unterzeichnet wurde die „Agenda für Nachhaltige Entwicklung“ von 195 Ländern. Die übergeordneten Ziele der Vereinbarung, die bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden sollen, sind die Verringerung der weltweiten Armut und die Steigerung der Lebensqualität für jeden Menschen.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wirft viele Fragen auf, die in den nächsten 15 Jahren beantwortet werden sollen:

  • Wie ist ein globaler Wechsel zu alternativen Energien möglich?
  • Wie lässt sich die Ausbeutung von Ressourcen stoppen?
  • Wie bekommt man die unterschiedlichen Fluchtursachen wie Umweltkatastrophen und Terrorismus in Griff?
  • Wie erschafft man weltweit gerechte Arbeitsbedingungen ohne Ausbeutung?

Die verschiedenen Fragen zeigen, dass eine nachhaltige Entwicklung für die ganze Welt nur stattfinden kann, wenn die unterschiedlichen Bereiche wie Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt ganzheitlich, gleichzeitig und global in den Blick genommen werden.

Nachhaltigkeitsziele: Armut, Hunger und Gesundheit

Betrachtet man die 17 Ziele genauer, wird das ganzheitliche Konzept deutlich. Die ersten drei Ziele spiegeln die Priorität wieder, die der Weltzukunftsvertrag sieht: Armut beenden, Hunger verringern und Gesundheit stärken. Diese drei Anforderungen beziehen sich vor allem auf die schwächsten Bewohner der Erde.

Schon bei den Milleniumszielen, die für den Zeitraum 2000 bis 2020 angesetzt waren, standen die drei Ziele an erster Stelle. Sie wurden allerdings nur teilweise erreicht. Neben diesen Schwerpunkten fallen bei den 17 SDGs weitere Aufgaben wie der Schutz der Weltmeere und Ökosysteme, Gleichberechtigungs- und Bildungsförderung sowie für Friede und Gerechtigkeit unter die 17 Ziele des Weltzukunftvertrages.

Es ist ein ganzheitlicher Blick auf die Probleme nötig

Hunger verringern und Armut bekämpfen sind Ziele, die sich nur erreichen lassen, wenn der Klimawandel aufgehalten wird. Denn seine Folgen sind dafür verantwortlich, dass ganze Länder auf dem afrikanischen Kontinent Dürreperioden erleben. Daraus resultiert, dass der klassische Anbau von Nahrungsmittel und somit die Versorgung der Menschen dort nicht mehr möglich ist. Daneben muss erwähnt werden, dass die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent nur in geringem Maße für den Klimawandel verantwortlich sind, jetzt aber die Folgen hautnah zu spüren zu kommen. Die Verantwortlichen für die Misere, die Industriestaaten, müssen Verantwortung für den Klimawandel und somit für alle einhergehenden Folgen übernehmen.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Sachverhalte sehr komplex und vor allem global verstrickt sind. Deshalb ist es notwendig, dass die SDGs des Weltzukunftsvertrages mit einem konkreten Plan angegangen werden, der die unterschiedlichen Aspekte berücksichtigt und vor allem die Ursachen für die Armut, den Hunger und Krankheit auf den Grund geht.

Wie wird die Umsetzung der Ziele gemessen?

17 globale Ziele, die von 195 Ländern verfolgt werden. Da ist ein kritischer Blick auf die Umsetzung gefragt! Wie lässt es sich analysieren, ob die Ziele erreicht wurden und ob sich jedes Land an die Abmachung gehalten hat?

Fest steht, dass jedes Land für seine Situation eine andere Priorität bei der Realisierung des Weltzukunftsvertrages hat. Dennoch sind einheitliche Indikatoren wichtig, die Messzahlen liefern, damit Erfolge sichtbar werden. Bei der Entwicklung so eines Systems ist Deutschland beteiligt.

In Deutschland hat die Umsetzung der SDGs schon angefangen. Ende Oktober 2015 fand eine Dialogreihe der Bundesregierung statt, um Bürger und Bürgerinnen, Organisationen und andere Interessierte in die Diskussion rund um die Weltzukunftsvertrag zu beteiligen. Derzeit werden die Ergebnisse der Dialogreihe ausgewertet und in eine Nachhaltigkeitsstrategie gegossen, die Deutschland dann als Richtlinie für die Umsetzung der Ziele nutzen wird.

Weiterführende Informationen

3 thoughts to “Weltzukunftsvertrag 2015: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung”

  1. Man kann nur hoffen, dass dort auch wirkliche Aktionen beschlossen werden und es nicht nur die bei Politiker üblichen Versprechungen und Wortgeplänkel gibt, die am Ende zu nichts führen.

    Unserem Planeten sind wir es jedenfalls schuldig.

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