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Windkraft – Erneuerbare Energie seit Jahrtausenden

Windkraft – Erneuerbare Energie seit Jahrtausenden

4. März 2013

Die Historie der Nutzung dieser natürlichen Energiequelle reicht weit zurück. Bereits seit Jahrtausenden nutzt der Mensch die Windenergie für seine Zwecke. Zum einen wurde der Wind zur Fortbewegung mittels Segelschiffen oder auch Ballons genutzt, doch auch mechanische  Arbeit konnte durch Windmühlen verrichtet werden.

Moderner Windpark

Mit der Entdeckung der Elektrizität rückten diese Errungenschaften der Menschheit jedoch etwas in den Hintergrund, sie ermöglichte weitaus effektivere Methoden. Mit der Entwicklung des Generators kam jedoch sofort wieder der Gedanke zur Verstromung dieser natürlichen Energie auf.

Das Prinzip zur Verstromung des Windes

Das Konzept der herkömmlichen Windmühlen musste hierfür im Grunde nur leicht abgewandelt werden, doch wie funktioniert dieses Prinzip überhaupt?

Die kinetische Energie des Windes wird durch den Rotor der Mühle „aufgefangen“ oder auch „geerntet“ und in mechanische Energie umgesetzt. Ein Generator wiederum ist in der Lage diese zu verwenden, um elektrische Energie  zu erzeugen. Natürlich wurde mit der weiteren Entwicklung der Strömungsmechanik und dem Fortschritt der Technik die Grundidee auf dem Weg zu den modernen Windkraftanlagen, wie wir sie heute kennen, immer weiter optimiert und in größeren Dimensionen ausgeführt. Über die verschiedenen technischen Ausführungen und Bauformen möchten wir an dieser Stelle  jedoch nicht im Detail berichten.

Wie steht es um die derzeitige Situation?

Heut zutage ist die Bedeutung der Windkraft größer denn je; Die  fossilen Brennstoffe neigen sich ihrem vermeidlichen Ende zu und es gilt  wirkliche Alternativen zu finden. Hierbei ist Wind im Bereich der regenerativen Energien die bedeutsamste Energiequelle. Derzeit werden etwa 8 % unseres Energieverbrauchs durch sie gedeckt. Moderne „Windmühlen“ sind technisch weitgehend ausgereift und liefern bei gleicher Größe mehr als doppelt so viel Energie als eine abgeschriebene Altanlage. Das Bundesland mit der höchsten Dichte an Anlagen ist Niedersachsen; Die neueste Technologie mit der größten mittleren Leistung kommt jedoch in Mecklenburg-Vorpommern zum Einsatz.

Stößt man auf gesellschaftliche Akzeptanz?

Im Allgemeinen wird die Windenergienutzung von einem Großteil der Bevölkerung befürwortet, dennoch ist sie keinesfalls unumstritten. Wird eine neue Eignungsfläche ausgewiesen, ist oftmals ein Protest der Anwohner nicht mehr fern. Die Bedenken gegenüber den großen Anlagen beruhen meist auf Argumenten wie  Geräuschemissionen, Schattenwurf, Störung des Panoramas,  Vogeltod und Wertverlust umliegender Immobilien. Diesen durchaus nachvollziehbaren Argumenten der Anlieger steht der erklärte politische Wille nach der weiteren Stärkung und dem Ausbau der erneuerbaren Energien gegenüber. Windenergieanlagen sind nach dem Baugesetzbuch privilegierte Anlagen, sie sind also überall dort zulässig, wo öffentliche Belange nicht dem Bauvorhaben entgegenstehen. Um einen aufwendigen Rechtsstreit zu vermeiden, weist jeder Landkreis Vorranggebiete aus, in denen Windkraftanlagen gänzlich ohne langwieriges Genehmigungsverfahren errichtet werden dürfen. Hierbei muss jedoch ein Mindestabstand von 500 Metern zum nächsten Haus eingehalten werden.

Umwelt-Butler Fazit:

Unserer Meinung nach ist die Windkraft derzeit eine der vielversprechendsten Energiequellen, das größte Problem bei der Nutzung des Windes ist jedoch seine Unberechenbarkeit. Es gilt in Zukunft weiterhin möglichst optimale Standorte für Windkraftanlagen auszuweisen und an den Speicherungsmöglichkeiten zu arbeiten, da eine kontinuierliche Stromerzeugung nicht möglich sein wird. Wir werden uns auf jeden Fall in zukünftigen Artikeln sowie technische als auch rechtliche Aspekte der Windkraftnutzung näher beleuchten und auf die Leistungsfaktoren eingehen. In jedem Fall wird es interessant, die Entwicklung dieses Hauptakteurs der Energiewende weiter zu verfolgen.